Direkt & fair

Der Geschmack in der Kaffeetasse ist wichtig. Unsere Verantwortung geht darüber hinaus.

Alles fängt mit dem Anbau von Kaffee in den verschiedenen Ursprungsländern an. Die Qualität der Bohnen entscheidet darüber, wie der Kaffee in der Tasse schmeck. Doch unsere Verantwortung geht über den Qualitätsgedanken hinaus.

Kaffee ist Hype! Leider verdienen die meisten Kaffeebauern zu wenig und weil Kaffee an der Börse gehandelt wird, ist das Einkommen der Erzeuger schwankend. Das wollen wir ändern, rücken näher an die Lieferanten und beschaffen unseren Kaffee über unsere Partner und so direkt wie möglich.

Ja, wir wollen mit allen Partnern fair zusammenarbeiten und die Machtverhältnisse im Kaffeegeschäft verändern.

Zumindest handeln wir dort, wo wir können. Durch die möglichst direkte Beschaffung unserer Rohkaffees sorgen wir dafür, dass Bauern fair entschädigt werden, und fördern ökologische und länderspezifisch sinnvolle Anbaumethoden. Wir verzichten weitgehend auf Labels, denn so unterschiedlich wie die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern, Regionen und auf den Farmen sind, so verschieden sehen die jeweils sinnvollen Anbau-/Trocknungs- und Verarbeitungsprozesse aus.

Die Begegnung auf Augenhöhe mit Lieferanten, Partnern und Kunden sowie unser Einsatz für ökologische und faire Bedingungen sind verankert in unserer Grundhaltung. Eine Selbstverständlichkeit, oder nicht?

Columbia – Villamaria

Brasilien – Fazenda Matão

Ethiopia – Lekempti

Rwanda – Jarama

Columbia

Mit dem Kaffeebezug via Adrian Riesen und RAW MATERIALS in Kolumbien, können wir durch einfache Eingriffe in bestehende Strukturen die Qualität und Haltbarkeit verbessern. Weiter ermöglichen wir durch den Direktbezug ein stabileres und besseres Haushaltseinkommen für Kleinbauern und verschieben durch diese neue Zusammenarbeit die Machtdynamik im Kaffeesektor.

Kaffeeproduktion

Villamaria, Jamaika ist die Verarbeitungsstation für verschiedene Erzeuger in der Region Caldas, Kolumbien. Sie wurde aufgrund des perfekten Klimas und der Höhenlage für die Trocknung von natürlich verarbeitetem Kaffee ausgewählt. Der Platz in der Station ist gross und ermöglicht die Produktion von hochwertigem Naturkaffee, in einer zuvor nicht möglichen Qualität. Zudem ist erkennbar, dass die ganze Region von der Verarbeitungsstation positiv beeinflusst wird. Denn heute liefern mehr Erzeuger ihre Kirschen an Villamaria als in der Vergangenheit.

Das ist für eine wunderschöne Entwicklung. Denn vor einigen Jahren wurde der Villamaria höhere Preise durch grosse Institutionen versprochen, die aber nie realisiert wurden. Erst mit der konsequenten und fairen Beziehung der Kaffeebauern und unserem Partner RAW MATERIAL konnte das Vertrauen in die Zusammenarbeit wieder hergestellt werden.

Was die Kaffeebauern sagen:

„Wir beten für gute Geschäfte, denn die Dienstleistungen, sind sehr wichtig für unsere Gemeinde. Jetzt müssen wir nicht mehr so viele Stunden mit dem Mahlen und Waschen des Kaffees verbringen, und obendrein ist der Transport kostenlos.“ – Reinel Giraldo, Erntesammler für Miraflores

„Da das Geschäft so gut läuft mit dem Verkauf an Villamaria, habe ich einige meiner Nachbarn überzeugt, und jetzt sind wir fast 20 Erzeuger, die Kirschen nach La Aurora liefern. – Alexander Barboza, Erzeuger aus La Batea

Land: Kolumbien
Region: Caldas
Art: Arabica
Varietät: Variedad Colombia, Castillo Naranjal
Anbauhöhe: 1’700 M.ü.M.
Ernte: Von Hand, 4x jährlich
Verarbeitung: Gewaschen
Sortierung: Optisch

Brasilien

Wir beziehen den Kaffee via Adrian Riesen und OCAFI bei der Farm Fazenda Matão, die sich im Besitz von Marco Antonio Guardabaxo befindet. Diese liegt in den Hügeln von Mococa (Mogiana) im Norden des Bundesstaates São Paulo. Das Gelände in Höhen zwischen 810 und 1.100 m ü. d. M. ermöglicht den Anbau von Kaffee in den flachen Ebenen des Betriebs und den Anbau von Eukalyptusbäumen an den Hängen.

Seit 2003 hat Marco seine agronomischen Kenntnisse genutzt, um den Betrieb konsequent zu erneuern und zu erweitern. Insgesamt werden sieben verschiedene Varietäten angebaut (Acaia, Mundo Novo, Catuai, Catucai, Obatã, Arara, Rubi). Es gibt insgesamt etwa 18.000 m2 Trockenfläche (Betonterrassen), auf denen die Früchte 10 bis 15 Tage lang getrocknet werden. Anschließend werden die Bohnen auf 8 Trockner verteilt, um die ideale Restfeuchte zu erreichen. Für die Lagerung stehen 8 Holzsilos mit einem Fassungsvermögen von etwa 2.500 Säcken zur Verfügung. In diesen Silos verbleibt der Kaffee in der Regel 4-6 Wochen, bevor er später in ein Lagerhaus gebracht wird.

Land: Mococa
Region: Brasilien
Eigentümer: Marco A. Guarabaxo
Art: Arabica
Varietät: Mundo Novo
Anbauhöhe: 810 – 1100 M.ü.M
Ernte Manuell (junge Bäume) & maschinell selektiv (ältere Bäume)
Verarbeitung Natural
Sortierung Optisch

Ethiopia

Lekempti ist die wichtigste Stadt in der Region Wellega und liegt etwa sechs Autostunden von Addis Abeba entfernt. Die Bevölkerung von Wellega besteht hauptsächlich aus Oromo, der größten ethnischen Gruppe des Landes. Seine Bewohner leben von der Landwirtschaft (Kaffee, Viehzucht usw.). Unser „Naturkaffee“ Ethiopia wird im Westen Wellegas angebaut und von KURU, dem exklusiven Partner von EFICO hergestellt. Dieser ist auch für die Umsetzung diverser Projekte der EFICO Stiftung in Äthiopien verantwortlich.

Der Arabica-Kaffee hat seine Wurzeln in Äthiopien.

Der Legende nach entdeckte ein Hirte namens Kaldi dort zufällig den Kaffeebaum; und zwar, als er eines Tages seine Schafe aktiver und wacher erlebte, nachdem sie die roten Kirschen der geheimnisvollen Pflanze gegessen hatten.

Kaffee wird in vielen Regionen Äthiopiens angebaut. Neben dem wilden Waldkaffee gibt es drei verschiedene Anbaumodelle: Halbwald-, Garten- und Plantagenkaffee. Die Kaffeeproduktion bietet über 15 Millionen Äthiopiern eine Existenzgrundlage.

   
Land: Äthiopien
Region: Wellega (Stadt Lekempti)
Art: Arabica
Sorte: Einheimische (Heirloom)
Anbauhöhe: 1800 – 2200 M.u.M
Ernte: Manuell, von November bis Februar
Verfahren: Natürliche Trocknung in der Sonne (Natural)
Sortierung: Manuell und maschinell
Besonderes: Vulkanerde, aus biologischem Anbau

Rwanda

SOMAHO – „Cup, nimm einen Schluck“

Vanìa ist Gründerin von SOMAHO und Brückenbauerin zwischen der Kaffeeproduktion in Rwanda und Röstereien in Europa. Für uns ist Vanìa zudem eine Herzblut-Visionärin, die mit Ihrem Mut und Tatendrang die Welt verändert. Die Wege von Vanìa und uns kreuzten sich eher zufällig bzw. sie ist ein Geschenk. Denn Vanìa stärkte uns in unserem eigenen Tatendrang, die Kaffeewelt zu verändern und auf Augenhöhe mit Menschen in der ganzen Wertschöpfungskette zu gehen.

Den Rwanda Kaffee beziehen wir direkt von Vanìa’s Firma SOMAHO, was in Rwanda soviel bedeutet wie „Cup, nimm einen Schluck!“ Sie pflegt eine exklusive Partnerschaft mit Kivubelt Coffee in Rwanda und ermöglicht vor Ort die Sicherung von Arbeitsplätzen, Planungssicherheit und gelebten Beziehungen.

Rwanda – Jarama

Der Kaffee Jarama stammt von einer Kivubelt-Kaffeefarm, die sich auf 1700 und 1900 m.ü.M befindet. Sechs Festangestellte und etwa 200 Angestellte arbeiten in Jarama während der Erntezeit. Der äquatoriale Nebel des Kivusees, die perfekte Luftfeuchtigkeit und der reiche vulkanische Boden, der von den Virunga-Vulkanen ausgeht, schaffen unsere einzigartigen Kaffeebohnen der Sorte Red Bourbon.

Land: Rwanda
Region: Jarama
Sorte: Arabica
Varietät: Red Bourbon
Anbauhöhe: 1700 – 1900 M.u.M
Ernte: Manuell, April und Mai
Verfahren: Natural
Sortierung: Optisch